Biostation Düren: Biologische Station im Kreis Düren e.V.


Preisübergabe für das Projekt DorfBioTop

Nachahmung erwünscht! – LEADER-Projekt „DorfBioTop!“ in Gemünd als UN-Dekadeprojekt ausgezeichnet!

Die Biologischen Stationen der Kreise Euskirchen und Düren und der StädteRegion Aachen wurden mit ihrem Projekt „DorfBioTop!“ am 29.5.2018 als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen. Frau Prof. Dr. Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, überreichte den „Vielfaltsbaum“ und Auszeichnungsurkunden, die eines klar herausstellen: Nachahmung erwünscht!
Mit dieser Auszeichnung wird das gemeinsame Engagement der Biologischen Stationen für die Förderung und den Erhalt der Artenvielfalt und vielfältiger Lebensräume im Dorf gewürdigt. Das LEADER-Projekt „DorfBioTop!“ wendet sich an alle Dorfbewohner der Eifel und lebt von ihrer Mitwirkung. Ermutigt werden die drei regional betreuenden Projektleiterinnen durch das große ehrenamtliche Engagement einzelner Privatleute, dörflicher Vereine und die umfangreichen Bereitschaft der Gemeinden und Städte Flächen und Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen. Dieses „Bottom-Up“–Projekt zeigt die enorme Eigeninitiative der Dorfbevölkerung, die ein starkes Bewusstsein für den Wert der Natur in ihren Dörfern besitzt und auch bereit ist, dafür Verantwortung zu übernehmen. Auffällig ist, das die Bereitschaft selbst anzupacken sehr hoch ist und von den Projektleiterinnen vor allem beratende Hilfeleistung abgefragt werden.
Seit 2017 haben die Projektleiterinnen bereits verschiedenste Aktivitäten initiieren können: Artenschutzmaßnahmen, Gestaltungen von öffentlichen und privaten Grünflächen, Vernetzung und Information zu Fördermöglichkeiten und Beratung zur Umsetzung von Maßnahmen. Das Spektrum der Aktivitäten reichte von größeren Projekten, wie der Umgestaltung großer Dorfgemeinschaftsflächen, bis hin zu Anlagen von Staudenbeeten und Blütensäumen, an denen sich Dorfbewohner aller Altersklassen beteiligt haben. Mit diesem vorbildlichen Projekt wird ein bedeutendes Zeichen für das Engagement für die biologische Vielfalt in Deutschland gesetzt. Besonderes Ziel ist der Einsatz vor allem einheimischer Pflanzenarten, um auch der heimischen Tierwelt Lebensräume anzubieten bzw. zurückzugeben. Kreisübergreifende Aktivitäten schaffen zudem Netzwerke und stärken die Naturschutzarbeit weit über die Eifel hinaus.
Dieser Einsatz hat die Juroren und Jurorinnen des UN-Dekade-Wettbewerbs sehr beeindruckt. Neben einer Urkunde und einem Auszeichnungsschild erhält das LEADER-Projekt einen „Vielfalt-Baum“, der symbolisch für die bunte Vielfalt und einzigartige Schönheit der Natur steht, zu deren Erhaltung das Projekt einen wertvollen Beitrag leistet. Ab sofort wird das Projekt auf der deutschen UN-Dekade-Webseite unter www.undekade-biologischevielfalt.de vorgestellt.
Bei der gelungenen Auszeichnungsveranstaltung waren namhafte Gäste wie Landes- und Bundestagsabgeordnete, Mitarbeiter der Bezirksregierung und Bürgermeister vor Ort. Ortsvorsteher und Ortsvereine sowie Kooperationspartner und Projektfinanziers konnten sich ebenfalls einen Eindruck von dem auszeichnungswürdigen Projekt verschaffen. Die Zahl der Gäste, die auch im Projekt direkt beteiligt sind, war eine positive Referenz für die Projektbeteiligung der lokalen Bevölkerung.

Kontakt zur Projektmitarbeiterinnen:

Biologische Station im Kreis Euskirchen e.V.: MSc Jennifer Thelen, 02486-0507-17, j.thelen(at)biostationeuskirchen.de

Biologische Station der StädteRegion Aachen e.V.: Dr. Henrike Körber
0241-12617-26, henrike.koerber(at)bs-aachen.de

Biologische Station im Kreis Düren e.V.: Maria Hinz, 02427 94 987 15, maria.hinz(at)biostation-dueren.de

Den Link zum Interview der Lokalzeit mit Maria Hinz vom 29.05.18 im WDR-Studio Aachen finden Sie hier.


Eröffnungsveranstaltung DorfBioTop im Freilichtmuseum Kommern

Gemeinschaftliches LEADER-Projekt „DorfBioTop“ unterstützt bunte Vielfalt in Eifeldörfern

Am 23.03.2017 startete das Projekt „DorfBioTop“ in der LEADER*-Region Eifel. Zahlreiche Gäste, u.a. der Regionalmanager der LEADER Region Eifel Nicolas Gath und Vertreter sowohl aus den Kreisen, Kommunen und unterstützenden Verbänden, als auch von NABU, BUND, Imker- und Gartenbauvereinen, waren der Einladung ins „Waldhaus“ des LVR-Freilichtmuseums Kommern, Kooperationspartner im Projekt, gefolgt.
Das Projekt, das in drei Teilprojekte unterteilt ist, erhält für die nächsten drei Jahre eine LEADER-Förderung. Die Kosten der Eigenanteile werden durch die Kreise Düren, Euskirchen sowie die StädteRegion Aachen jeweils für ihren Kreis übernommen.
Nach einem Grußwort durch Dr. Josef Mangold (Freilichtmuseum Kommern) berichtete Heidrun Düssel-Siebert, Geschäftsführerin der Biologischen Station im Kreis Düren e.V., über die Entwicklung des Projektes: „Ziel des Projektes „DorfBioTop“ ist die Erhaltung sowie die Optimierung der Jahrhunderte alten Artenvielfalt im dörflichen Raum.“
So hat dieses Projekt schon als Leitidee im Bereich „EIFEL Dörfer in Aktion – wir gestalten Heimat“ einen wichtigen Beitrag zu einer erfolgreichen Bewerbung der Eifel als LEADER-Region geleistet.
Durch die Trennung erhält die Bevölkerung immer eine direkte Ansprechpartnerin für ihren jeweiligen Landkreis. Die drei regionalen Projektleiterinnen, Maria Hinz (Düren), Jennifer Thelen (Euskirchen) und Dr. Henrike Körber (Aachen) kennen ihre Region mit den unterschiedlichen Dorfstrukturen und Bedürfnissen gut und freuen sich auf viele Ideen und Anregungen zur Verbesserung der Vielfalt durch die Bürger. Durch die unterschiedlichen fachlichen Kompetenzen der Projektmitarbeiterinnen und deren enge Zusammenarbeit und Ergänzung erhöht sich der positive Effekt für die Dörfer.


Überreichung eines Fledermauskastens an Dr. Mangold

Mit einem reich bebilderten Vortrag stellten die drei engagierten Projektleiterinnen die Projektinhalte vor. Das Projekt „DorfBioTop“ will gezielt, mit individuell auf das jeweilige Dorf abgestimmten Maßnahmen dessen unverwechselbare Eigenarten und Schönheiten fördern. Es geht darum schleichenden Verlusten der Lebensqualität in den Dörfern durch veränderte Lebensumstände und Bauweisen entgegenzusteuern. Als mögliche Beispielmaßnahmen wurden die Anlage und Reaktivierung naturnaher Gärten, traditioneller Bauerngärten und Streuobstwiesen vorgestellt. Auch viele Einzelmaßnahmen, wie das Anbringen von Nisthilfen, die Anlage von Blühstreifen an Straßenrändern oder Trockenmauern können die Arten- und Biotopvielfalt der Eifeldörfer neu beleben. Ein wichtiger Baustein ist die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen entweder über Kindergärten und Schulen oder den Freizeitbereich, um das Interesse am natürlichen Wohnumfeld zu fördern und nachhaltig zu sichern. „Wir wünschen uns individuelle Ideen, die die Dorfbevölkerung einbringt und dann gemeinsam weiterentwickelt und umgesetzt werden“, resümiert Maria Hinz. Über das Projekt können auch neue Elemente, u.a. Beispielgärten, entwickelt werden, die ökologische und zeitgemäße Bewirtschaftungsformen vereinen. Diese sollen z.B. durch den Kooperationspartner LVR Freilichtmuseum Kommern im Museumsgelände angelegt werden. „Wichtig ist uns, dass Dorfbewohner, Behörden und Unternehmer sich mit ihrem Ortsteil identifizieren und gemeinsam an der Umsetzung von Ideen und Maßnahmen mitwirken“, sagte Jennifer Thelen. „Nur gemeinsam können die Dörfer ihre Lebensraum- und Artenvielfalt aufblühen lassen.“
Anschließend lud Dr. Mangold alle Gäste zu einem Rundgang durch die verschiedenen Gärten im Freilichtmuseum ein.


Besuch der Gärten des Freilichtmuseums

Ansprechpartnerinnen:

  • Biologische Station im Kreis Düren e.V.: Maria Hinz; Tel. 02427-94987-15; Mail maria.hinz(at)biostation-dueren.de
  • Biologische Station der StädteRegion Aachen e.V.: Dr. Henrike Körber; Tel. 02402-12617-26; Mail henrike.koerber(at)bs-aachen
  • Biologische Station im Kreis Euskirchen e.V.: Jennifer Thelen; Tel. 02486-9507-17; Mail j.thelen(at)biostationeuskirchen.de

Daten zum Projekt: „DorfBioTop“
• Ein Projekt mit drei gleichberechtigten Teilprojekten:
Biologische Station Kreis Düren e.V., Biologische Station Kreis Euskirchen e.V., Biologische Station Städteregion Aachen e.V.
• Projektgebiet: LEADER-Region Eifel
• Projekttitel: „DorfBioTop“
• gefördert durch den europäischen Landwirtschaftsfond über das Finanzierungsinstrument
LEADER Region Eifel unter Beteiligung des Landes Nordrhein-Westfalen
und durch die Kreise Düren und Euskirchen und die StädteRegion Aachen
http://ec.europa.eu/agriculture/rural-developement-2014-2020/index_de.html
• Projektlaufzeit : 3 Jahre vom 01.01.2017 bis 31.12.2019

*LEADER leitet sich aus „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“ also der „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“ ab.