Biostation Düren: Biologische Station im Kreis Düren e.V.

Aktuelle Themen

Ein Zivildienstleistender der Biostation hilft den Kindern der Schule beim
Nistkästen bauen in der OGS.

Offene Ganztagsschule

Biostation beteiligt sich an der Offenen Ganztagsschule

Offene Ganztagsschulen orientieren sich überwiegend an der klassischen Unterrichtsstruktur der Halbtagsschule und bieten nach dem Mittagessen ein zusätzliches, freiwilliges Nachmittags-Programm. Jeweils zu Beginn des Schuljahres entscheiden die Eltern, ob ihre Kinder das Ganztagsangebot wahrnehmen.

Auch 2008 ist die Station im Bereich der Offenen Ganztagsschule im Kreis Düren (in Vettweiss) aktiv und vermittelt Grundschulkindern Spass an der Natur.
Mit Naturerlebnis-Spielen, Bastelaktionen, Ausflügen in die Natur und dem hautnahen Kennenlernen echter Molche und Frösche finden die Kinder spielerisch Zugang zu Themen rund um die Natur. So lernt sich’s ganz nebenbei wie von selbst!

Gesucht: Die Ringelnatter

Ringelnatter bei der Jagd
Ringelnatter bei der Jagd

Wer sie zu Gesicht bekommt kann sich glücklich schätzen, denn sie ist selten geworden: Die Ringelnatter. Neben der Kreuzotter ist die Ringelnatter die wohl bekannteste Schlange in Deutschland. Sie ist zugleich die häufigste Schlange aber leider auch schon selten geworden. Sie ist harmlos und beißt nicht.

Die Ringelnatter ist grau bis oliv-farben mit mehr oder weniger ausgeprägten dunklen Barrenflecken an den Flanken und auf dem Rücken. Sie hat relativ große Augen mit runden Pupillen, einen spitz zulaufenden Schwanz und kann bis über einen Meter lang werden. Ein gutes Merkmal zur Unterscheidung von der zweiten im Kreis Düren heimischen Schlangenart, der Schlingnatter, sind die so genannten Mondflecke. Diese weißen bis gelben Flecken am Nacken mit zwei dahinter liegenden dunklen Bereichen sind besonders bei den Jungtieren sehr auffällig.

Die Ringelnatter ernährt sich vornehmlich von Fröschen und Molchen, die sie in kleinen Tümpeln, Feuchtwiesen oder sehr langsam fließenden Gewässern fängt. Daneben ist sie auf offene Flächen mit Versteckplätzen in der Nähe angewiesen, die sie als Sonnplätze nutzen kann. So findet man sie zum Beispiel an Gewässerufern, auf Felsen und Blockhalden, an Waldrändern, aber auch an Steinmauern oder Holzstapel in Gärten. Die Komposthaufen in den Gärten können als Kinderstube für junge Ringelnattern dienen. Im Winter zieht sich die Ringelnatter in sichere, frostfreie Quartiere, wie Tierbauten im Wald, Felsspalten oder alte Gemäuer, zurück.

Ringelnatter in einem freigeschnittenen Steinbruch
Ringelnatter in einem freigeschnittenen Steinbruch

Einst häufig – inzwischen rar ?

In der modernen Kulturlandschaft hat es die Ringelnatter nicht leicht. Vom Menschen verursachte Veränderungen, wie die Entwässerung von Feuchtgebieten, der Verlust von Hecken und Gehölzen und Böschungen aber auch moderne Landma-schinen und der Straßenverkehr machen ihr das Leben schwer. Auch haben viele Menschen Angst vor der völlig harmlosen Schlange oder reagieren sogar panisch bei ihrem Anblick.

Alte Bezeichnungen für die Ringelnatter, wie Hausschlange oder Hausunk, zeugen dagegen davon, dass die Ringelnatter einst nicht nur geduldet, sondern in man-chen Regionen sogar als Glücksbringer für Haus und Hof gerne gesehen war. In eini-gen Sagen tritt sie mit einer goldenen Krone (gelbe Mondflecken!) auf und soll Hab und Gut mehren und Glück bringen.
Ringelnattern leben auch heute noch gerne in Kleingärten, sofern deren Strukturen ihren Ansprüchen entsprechen. Man kann sie besonders in Gärten finden, die Komposthaufen, gute Versteckmöglichkeiten, Sonnplätze und ggf. einem Teich oder Bach in der Nähe aufweisen.

Die Biologische Station Düren startete 2006 ein Projekt zur Erfassung und Förderung der in der Region vorkommenden Ringelnattern.
Falls Sie Vorkommen von Ringelnattern im Kreis Düren kennen oder im Kreis Düren oder Umgebung sehen, würden wir uns sehr über eine Mitteilung freuen. Wir sind für jeden Hinweis auf gesichtete Schlangen dankbar. Wenn Sie Fragen zu den heimischen Schlangen oder anderen Reptilien haben, stellen wir Ihnen gerne Informationen zur Verfügung.

Sie erreichen uns dazu unter:
Tel: 02427/94987-14 (Lutz Dalbeck)
oder info(at)biostation-dueren.de

Freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) in der Biologischen Station Düren

Zum 01.08.2009 haben abermals zwei junge Menschen ihr FÖJ in der Station begonnen. Maike Schelenz und Paul Wenzel werden ein Jahr für den Naturschutz im Kreis Düren aktiv sein. Gemeinsam mit Dominique, FÖJ´ler bei der Rureifel-Tourismus e.V. in Heimbach, werden die Jugendlichen zunächst das Winterhalbjahr nutzen um Pflegemaßnahmen durchzuführen. Darüber hinaus sind die drei aber auch eng in die Naturschutzbildungsarbeit der Station integriert.