Montag, 04. April 2022

Seltene Kröten im Munitionsdepot

Im zeitigen Frühjahr wurden Maßnahmen für die Geburtshelferkröte in Düren-Gürzenich durchgeführt

Die Gebursthelferkröte ist eine kleine Krötenart, die bis zu 5,5 cm groß wird und in Deutschland ihre nordöstliche Verbreitungsgrenze hat. Ihren Namen hat sie von der Eigenart der Männchen, die Laichschnur nach der Befruchtung bis zum Schlüpfen der Larven um die Hinterbeine gewickelt mit sich herumzutragen.

Seit Jahren lebt die seltene Geburtshelferkröte im Munitionsdepot in Düren Gürzenich, allerdings waren ihre Lebensräume dort stark zugewachsen. Jetzt wurden ihre Laichgewässer entschlammt, besonnte Böschungen freigestellt und Steinhaufen als Versteckplatz angelegt. Es wurde in einem Gewässer sogar eine Larve entdeckt, die dort überwintert hat.

Guido Blömacher, Revierleiter der Liegenschaft vom Bundesforstbetrieb Rhein-Weser hat die Pflegemaßnahmen mit fachlicher Unterstützung durch die Biologische Station Düren organisiert.

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Larve der Geburtshelferkröte