In der Börde besteht das Grünland aus Wiesen und Weiden. Wiesen dienen der Futtermittelproduktion und werden von Pferden gar nicht betreten.
In der Vergangenheit wurden Wiesen mit energie- und eiweißreichen Kulturgräsern angereichert, die dann als Mähgut in den Ställen an Milchkühe verfüttert wurden.
Heute sind es zumeist Pferde, die diese Gräser als Futter erhalten. Bei Pferden führt eine solche Nahrung auf Dauer jedoch nicht selten zu gesundheitlichen Problemen, da ihr Verdauungssystem nicht auf diese hochenergetische Nahrung eingestellt ist.
Bunte Wiesen für starke Pferde
Das Projekt „Lebensnetz Börde“ setzt sich dafür ein, dass Pferdeweiden und Mähwiesen kräuterreicher werden. Hierzu stellt das Projekt Flächeneigentümern und -nutzern kostenlos regionales Saatgut für ihre Mähwiesen zur Verfügung und übernimmt die Kosten der Flächenvorbereitung und Einsaat. Bei entsprechendem Weidemanagement ist auch die Anreicherung von Pferdeweiden mit diesem Saatgut möglich.
Unsere speziellen Kräuter- und Gräsermischungen werden an die Bedürfnisse der Pferde angepasst. Viele Kräuter der Saatgutmischung haben gesundheitsförderliche Eigenschaften und unterstützen das Wohlergehen der Pferde. Auf diese Weise entstehen für die Pferde kleine „Wiesenapotheken“ auf den Futterflächen. Vom größeren Blütenreichtum profitieren wildlebende Tiere wie Insekten oder Vögel. Zudem wird auf Weide und Wiese die genetische Vielfalt der Pflanzen gestärkt. Typische Wiesenkräuter, die ehemals weit verbreitet waren, werden zurück in die Agrarlandschaft gebracht. Ganz nebenbei entstehen viele bunte Wiesen und Weiden.
Sie möchten wissen, ob Ihre Wiesen und Weiden ebenfalls für eine Pferdefreundliche Einsaat geeignet sind? Wir beraten Sie gerne!
