Die Sechsbeiner verschwinden

Der Schutz der Insekten nimmt immer mehr an Bedeutung zu. Spätestens seit der Begriff "Insektenschwund" in aller Munde ist wird zunehmend deutlich, wie lebensnotwendig auch diese Tiergruppe für uns Menschen, aber insbesondere auch für all die Arten ist, welche im Nahrungskreislauf von Insekten abhängig sind. Dies sind u.a. auch unsere Feldvogelarten.

Die abnehmende Nahrungsverfügbarkeit, insbesondere von Insekten, gilt als einer der wesentlichen Faktoren für den Rückgang der Vogelarten der Agrarlandschaften. Seit 2017 führen wir in der Zülpicher Börde jährlich standardisierte Untersuchungen an Insekten durch. Diese Untersuchungen wurden im Rahmen eines durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projektes gestartet und werden aktuell seit 2020 fortgeführt und finanziert von der Stöckmann-Stiftung zur Förderung von Umwelt- und Naturschutz.

Auf oder unmittelbar neben den zehn Stichprobenflächen untersuchen wir jedes Jahr über drei Begehungen in den Monaten Mai, Juni und Juli die Verfügbarkeit von Insekten während der Brutzeit. Mithilfe eines Insektensaugers – auch D-Vac-Sampler genannt – saugen wir auf verschiedene Flächentypen Insekten von der vorhandenen Vegetation ab. Die aufgesaugten Insekten sortieren wir nach Größenklassen, zählen sie und ermitteln das Feuchtgewicht. Die untersuchten Flächentypen betreffen sowohl Maßnahmenflächen wie mehrjährige Einsaaten und Ernteverzichtsflächen als auch konventionelle Feldfrüchte wie Weizen, Rübe und Raps.