Trittsteinbiotope für Insekten

Seit 2019 fördert der Landschaftsverband Rheinland (LVR) das 3-jährige Projekt „Insektenoasen in der Bördelandschaft“ der Biologischen Station Kreis Düren. Das Projekt läuft in Kooperation mit der Biologischen Station im Kreis Euskirchen.

Ziel des Projekts ist unter anderem, artenarme Wegsäume, grasdominierte grüne Wege, öffentliche „Zwickel-Flächen“ sowie Abschnitte von Bahntrassen in ausgewählten Teilen der Gemeinden Düren, Vettweiß, Nörvenich, Titz, Zülpich und Weilerswist ökologisch aufzuwerten. Somit soll in einer hochproduktiven, ackerbaulich geprägten Bördelandschaft wieder vielfältiger Lebensraum für Insekten und andere Tiere und auch Pflanzen entstehen. Diese „Insektenoasen“ werden nach der Einsaat zumeist von Landwirtinnen und Landwirten naturschutzgerecht gepflegt.

Insektenoasen in der Bördelandschaft
Ziel des Projektes “Insektenoasen in der Bördelandschaft” ist, wichtige Lebensräume wie Wegraine und sonstige artenarme Flächen in der Bördelandschaft zu optimieren. Finanziert wird das Projekt durch den Landschaftsverband Rheinland (LVR).

Projektlaufzeit:
01.01.2019 – 31.12.2021

Projektträger:
Biologische Station Düren

Projektpartner:
Biologische Station Euskirchen

Zum Idealbild unserer Kulturlandschaft gehören bunte Wiesen, Wegsäume und Blütenvielfalt. Die Realität stellt sich zumeist anders dar, Bestäuber fallen zunehmend aus, das Thema Insektenrückgang ist in aller Munde. In einem kooperativen Ansatz mit der Landwirtschaft sollen strukturreiche Lebensräume für Insekten in der Börde wiederhergestellt oder optimiert werden. Der Bedarf an solchen höherwertigen Landschaftselementen ist eindeutig gegeben. Hier setzt das Projekt an. Bei den projektteilnehmenden Kommunen ist das Interesse geweckt, sich gezielt für die Insekten in der Bördelandschaft einzusetzen. Von artenreichen blühenden Wegsäumen profitieren schließlich nicht nur Insekten, sondern auch Feldvögel die für ihre Jungen Insekten als Nahrungsgrundlage benötigen. Die in Nordrhein-Westfalen vom Aussterben bedrohte Grauammer ist nur eine von vielen Arten, die in der Brutzeit in der Jungenaufzucht von Insekten abhängig ist. In den für das Projekt ausgewählten Kommunen liegt ihr Hauptvorkommen in Nordrhein-Westfalen. Des Weiteren bieten strukturreiche Säume Deckung für zum Beispiel Feldhasen und Nesthabitat für unter anderem Rebhühner.

Im Zeitraum von 2019 bis 2021 werden in Teilbereichen der Kommunen Vettweiß, Nörvenich, Titz, Zülpich und Weilerswist so genannte „Insektenoasen“ angelegt. Flächen, die optimiert werden sollen, sind unter anderem artenarme Wegsäume, grasdominierte grüne Wege, öffentliche „Zwickel-Flächen“ sowie Abschnitte der Bördebahntrasse. Die im Projekt involvierten Kommunen befinden sich in einer hochproduktiven, ackerbaulich geprägten Bördelandschaft. Um die Biodiversität auf diesen Flächen zu steigern wird zum einen die Flächenpflege optimiert und zum anderen werden Einsaaten mit regionalem Saatgut vorgenommen. Die Einsaat-Mischung besteht aus heimischen typischen Wiesenpflanzen, die natürlicherweise auf solchen Flächen vorkommen (sollten): Wiesen-Schafgarbe, Gewöhnlicher Odermennig, Wiesen-Flockenblume, Wiesen-Pippau, Wiesen-Labkraut, Echtes Labkraut, Echtes Johanniskraut, Acker-Witwenblume, Wiesen-Platterbse, Magerwiesen-Margerite, Moschus-Malve, Weiße Lichtnelke, Rainfarn und Vogel-Wicke. Die so entstehenden „Insektenoasen“ werden nach der Einsaat von den Eigentümern oder den Anliegern naturschutzgerecht gepflegt.

Ansprechpartnerin:

Joyce Janssen

Tel. 02427/94987-18

joyce.janssen_at_biostation-dueren.de